Fehler in WSUS-Update: Windows-Clients booten nicht mehr

Microsoft hat mit der Veröffentlichung fehlerhafter Updates für Probleme in Unternehmensnetzwerken gesorgt. Die Updates KB4041676 und KB4041691 enthielten einen Fehler, der dafür sorgte, dass Rechner nach der Installation nicht mehr starteten. Die Pakete wurden ausschließlich über Windows Server Update Services (WSUS) und SCCM ausgeliefert. Privatkunden waren nicht betroffen!

Bei den Paketen handelt es sich um sogenannte Delta-Updates. Diese enthalten jeweils nur die Veränderungen zum letzten Monat. Eingeführt wurden sie von Microsoft explizit für Umgebungen, in denen kein WSUS eingesetzt wird, als Alternative zu den großen Cumulative Updates.

Nach Microsofts eigenen Angaben wurde der Fehler am Dienstag um 13:00 deutscher Zeit korrigiert, löst das Problem damit aber nicht für betroffene Rechner, die nicht mehr starten. WSUS-Administratoren sollten sicherstellen dass ihr Server nach Dienstag synchronisiert wurde.

Für betroffene Clients gibt es keine zentrale Reparatur, der betroffene Computer verweigert den Boot mit dem Fehler „Inaccessible Boot Device“ und kann daher nicht per GPO oder WSUS-Update repariert werden. In einem Support-Dokument beschreibt Microsoft den mühsamen Weg über die Kommandozeile in der Windows-Systemwiederherstellung. Wurde der betroffene Rechner noch nicht neu gestartet, kann er im laufenden Betrieb gerettet werden. Für den Prozess sollten Administratoren mindestens 10 Minuten pro Gerät einplanen.

Anschließend sollten die Updates wieder installiert werden, da sie Sicherheitslücken schließen.

Link zum Support-Dokument von Microsoft

2017-10-13T18:03:13+00:00