iOS 11.3 ist da mit iPhone-Batteriezustand und Drossel-Abschaltung

Das System-Update für iPhone und iPad bringt Neuerungen rund um den Akku. Mit einer digitalen Patientenakte und Business-iMessage führt Apple wichtige neue Dienste ein – zwei angekündigte Funktionen fehlen iOS 11 aber weiterhin.

Apple hat iOS 11.3 zum Download freigegeben. Das Update für iPhone, iPad und iPod touch lässt sich über die integrierte Softwareaktualisierung oder iTunes beziehen und einspielen – je nach Modell ist es unterschiedlich groß.

Mit iOS 11.3 erweitert Apple die Batterie-Einstellungen wie angekündigt um den Batteriezustand, der erstmals Details zu Leistung und Gesundheit des iPhone-Akkus aufführt. Eine durch iOS möglicherweise automatisch vorgenommene Drosselung des iPhones – etwa bei abgenutztem Akku, Kälte oder geringem Ladestand – hebt die neue iOS-Version nach der Installation erst mal auf. Sollte das iPhone sich später erneut unerwartet im Betrieb abschalten, greift die Drosselung wieder.

Für das iPad hat Apple eine „Ladezustandsverwaltung“ integriert, die sicherstellen soll, dass der Akkuzustand erhalten bleibt, auch wenn das iPad über lange Zeit am Stromnetz angeschlossen ist – etwa bei einer Lagerung in der Ladestation, wie Apple anmerkt.

Das Update führt Apple außerdem eine elektronische Patientenakte als Teil der vorinstallierten Health-App ein. Sie soll von verschiedenen Anbietern stammende medizinische Daten des Nutzers in einer Ansicht zusammenführen und Benachrichtigungen etwa zu neuen Laborergebnisse und Medikamentierung liefern, wenn Krankenhäuser dies unterstützen – vorerst sind nur US-Kliniken beteiligt. Apple nutzt dafür den Standard FHIR, der auch in Europa gebräuchlich ist.

Der im vergangenen Jahr angekündigte “Business Chat” wurde nun nachgereicht. Er ermöglicht die textbasierte Kommunikation zwischen Kunden und Unternehmen per iMessage respektive der Nachrichten-App. Zu Beginn unterstützen dies einige US-Firmen wie Hilton, Lowe’s, Home Depot und Wells Fargo.

Die Konversation muss aktiv vom Kunden eingeleitet werden, der Business Chat ist nicht dafür ausgelegt, dass Firmen Werbenachrichten an iMessage-Nutzer versenden.

Mit ARKit 1.5 bietet iOS 11.3 die Grundlage, um bessere Augmented-Reality-Apps entwickeln zu können und unterstützt – wie von einer europäischen Notruforganisation gefordert – das quelloffene Protokoll “Advanced Mobile Location” (AML), das eine automatische Übermittlung des möglichst exakten Standortes bei einem Notruf erlaubt. AML ist derzeit unter anderem in Großbritannien, Belgien und Niederösterreich aktiv, weitere europäische Länder testen derzeit offenbar die Unterstützung.

Mit iOS 11.3 erhalten iPhone-X-Nutzer außerdem vier neue Animojis – Drache, Bär, Totenkopf und Löwe –, die sich durch die eigene Mimik steuern lassen. Der Streaming-Dienst Apple Music stellt Musikvideos deutlicher in den Vordergrund und bietet neue Musikvideo-Wiedergabelisten, dies scheint Apple auch in der Musik-App von iOS 11.2.6 freigeschaltet zu haben. Das Update bringt zahlreiche weitere Detailverbesserungen bei Datenschutzhinweisen, App Store, Bedienungshilfen, Tastaturen, dem Browser Safari sowie Fehlerbehebungen und Unterstützung für HomeKit-Softwareauthentifizierung, wie Apple mitteilte.

Zwei wichtige schon für iOS 11 angekündigte Funktionen fehlen weiterhin: iMessage in iCloud respektive „Nachrichten in iCloud“ wurde auf einen unbestimmten Termin verschoben – soll aber eigentlich noch vor iOS 12 im Herbst kommen. Auch die Multiroom-Audio-Unterstützung mit AirPlay 2 lässt weiter auf sich warten. Diese folgt irgendwann im Verlauf des Jahres 2018, wie Apple schon zur Einführung des HomePods mitteilte.

2018-03-30T09:11:11+00:00