Let’s Encrypt stellt jetzt mehr als die Hälfte aller SSL-Zertifikate aus

Immer mehr Admins verschlüsseln ihre Webseiten und greifen dabei zu Kostenlos-Zertifikaten von Let’s Encrypt. Die Community-CA stellt nun mehr als die Hälfte aller Zertifikate für öffentlich erreichbare Webseiten.

Etwas über zwei Jahre nach dem Start der gemeinnützigen Zertifizierungsstelle Let’s Encrypt stellt diese nun über die Hälfte aller SSL-Zertifikate im Netz. Das geht aus einem Bericht des Statistikanbieters NetTrack hervor. Demnach hat Let’s Encrypt im April zum ersten Mal die Hürde als Issuer von 50% aller SSL-Zertifikate in der NetTrack-Datenbank genommen. Die unter anderem von Mozilla, der Electronic Frontier Foundation (EFF), Cisco, Akamai und der Universität von Michigan gegründete CA erlaubt es Webseitenbetreibern, kostenfreie SSL-Zertifikate für ihre Webseiten auszustellen.

Let’s Encrypt (51 Prozent aller SSL-Webseiten) hat damit Comodo (15 Prozent) als größte Zertifizierungsstelle überholt. Allem Anschein nach geht der Zuwachs bei Let’s Encrypt allerdings nicht primär direkt zu Lasten der Bezahl-CAs. Es sieht eher so aus, als habe das Angebot der Community-basierten Gratis-Zertifikate dazu geführt, dass einfach mehr Webmaster ihre Webseiten per SSL/TLS verschlüsseln. Darauf würde auch die NetTrack-Statistik zur Gesamtanzahl der Webseiten, die HTTPS erzwingen hindeuten. Nur-SSL-Seiten sind demnach von Mitte 2016 bis Anfang 2018 von 10 Prozent aller Webseiten auf 30 Prozent angestiegen und stabilisieren sich aktuell knapp unter 30 Prozent.

2018-04-23T17:42:38+00:00