Project Natick: Microsoft versenkt Rechenzentrum im Atlantik

Server verursachen viel Abwärme und Kühlen kostet Energie und Geld. Microsoft testet, ob das Meer als Kühlung funktioniert – und hat vor den Orkney-Inseln ein Rechenzentrum versenkt.

Das Unterwasser-Rechenzentrum besteht aus zwölf Serverracks mit 864 Servern und 27,6 Petabytes Speicherplatz, die in einem weißen Zylinder untergebracht sind, der 12,2 Meter lang ist und einen Durchmesser von 2,8 Metern hat. Ein Unterseekabel versorgt die Anlage mit Strom und überträgt die Daten. Bis zu fünf Jahre soll das Rechenzentrum auf dem Meeresgrund bleiben.

Die Idee ist, auf diese Weise Energie und Kosten für die Kühlung der Rechner zu sparen. „Wir glaube, dass die Kühlung unter Wasser viel besser ist als an Land“, sagte Ben Cutler, Leiter von Project Natick. Eine Gefahr für die Umwelt stelle das Projekt nicht dar: Das Rechenzentrum werde das Meer nur ein um ein paar Tausendstel Grad erwärmen, beteuerte Cutler.

Das Problem ist jedoch, dass im Fall eines Serverausfalls eine Reparatur nicht möglich ist. Allerdings geht Microsoft davon aus, dass Schäden seltener auftreten. Da in dem Rechenzentrum keine Menschen arbeiten, ist es nämlich möglich, den Sauerstoff und den Wasserdampf herauszuziehen. Beides verursache Korrosion, die sonst „ein erhebliches Problem in Rechenzentren“ sei, sagte Cutler.

2018-06-07T14:21:41+00:00