Wer die Leistung seines Systems zu Ruhezeiten einem guten Zweck zur Verfügung stellen will, hat jetzt neue Möglichkeiten. Wissenschaftler brauchen Rechenleistung für die Forschung am Coronavirus und suchen Hilfe per Distributed Computing.

Um potenziell lebensrettende Therapien für den Coronavirus (2019-nCoV) zu entwickeln, muss noch viel Arbeit geleistet werden. Um den Virus besser verstehen zu können, sind unter anderem auch komplexe Analysen von Molekülstrukturen nötig, die nur mit sehr viel Rechenleistung zu bewerkstelligen sind. Unter der Überschrift Folding@Home (FAH) nutzen jetzt Forscher der US-amerikanischen Stanford University ein bewährtes Programm, bei dem die benötigte Leistung per Software rund um den Globus von freiwilligen Helfern gespendet werden kann.

„Durch das Herunterladen von Folding@Home können Sie ihre ungenutzte Rechenleistung (…) bereitstellen“, so die Forscher in ihrer Mitteilung. Ein global organisiertes Konsortium an Wissenschaftlern wird die Spenden demnach dazu nutzen, um unser Verständnis der Strukturen des Virus so weit zu verbessern, dass daraufhin neue Medikamente entwickelt werden können. „Die Daten, bei deren Generierung sie uns helfen, werden im Rahmen einer offenen wissenschaftlichen Zusammenarbeit mehreren Labors auf der ganzen Welt schnell und offen zur Verfügung gestellt“, so das Team weiter.

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