Österreichs Internet ist aufrund der von der Regierung verhängten Ausgangsbeschränkungen einer Belastungsprobe ausgesetzt. Durch das verstärkte Arbeiten im Homeoffice und durch rege Nutzung von Streaming-Diensten wie Netflix, wird die Infrastruktur stärker belastet als sonst.

Um Überlastungen und Ausfällen notfalls entgegenzuwirken, hat die RTR laut einem Bericht im Standard ein Schreiben an die Mobilfunker versendet. Aus jenem geht hervor, dass in Notfallsituationen bestimmte Dienste bevorzugt und andere nachgereiht werden dürfen. Die Existenz des entsprechenden Dokuments wurde von Brancheninsidern bestätigt.

Konkret könnten so etwa Kommunikationsdienste temporär vorgereiht und Videostreaming wie Netflix hinten angestellt werden.Dies würde unter gewöhnlichen Umständen gegen die Leitlinien für die Netzneutralität verstoßen, die 2016 EU-weit vorgestellt wurden. Der Schritt erlaubt es den Providern aber nun offiziell, jene zu umgehen.

Am Montag versicherten aller Mobilfunker gegenüber der APA noch, dass die Kapazitäten aktuell ausreichend sind.