Das Update KB4535996 soll laut Microsoft die Ursache für aktuelle Verbindungsprobleme sein. Das Unternehmen arbeitet an einer Lösung.

Microsoft hat am gestrigen Donnerstag darauf hingewiesen, dass es bei Systemen, die für den Internetzugang einen manuell oder automatisch eingerichteten Proxy verwenden, unter Umständen zu Verbindungsproblemen kommen kann.

Der Fehler trete vor allem bei Virtual Private Networks (VPNs) auf, wenn eine Verbindung hergestellt oder getrennt werde oder nachdem sich der VPN-Status geändert habe.

Auch Anwendungen, die Internetverbindungen über WinHTTP oder WinInet verwenden, können betroffen sein. Microsoft nennt Microsoft Teams, Microsoft Office, Office365, Outlook, Internet Explorer 11 und einige Versionen von Microsoft Edge. Das Probleme könne allerdings auch weitere Programme betreffen.

Anfällig für den Fehler sind die aktuellen Windows 10-Clients, von Windows 10 Version 1709 bis hoch zu Windows 10 Version 1909 sowie Windows 10 Enterprise LTSC 2019. Auf der Server-Seite listet Microsoft Windows Server Version 1909, Windows Server Version 1903, Windows Server Version 1809, Windows Server 2019, Windows Server Version 1803 und Windows Server Version 1709 auf.

Das Unternehmen arbeitet an einer Lösung und strebt bis Anfang April die Veröffentlichung eines Sonderupdates (Out-of-Band-Updates) im Microsoft-Katalog an. Als Workaround empfiehlt Redmond einen Neustart des Systems, was bei Server-Systemen nicht immer ohne weiteres machbar ist.

In den Windows 10-Release-Informationen gibt Microsoft das kumulative Update KB4535996 für Windows 10 Version 190x und die Server Pendants vom 27. Februar 2020 als Ursache für diesen Bug an.

Wenn dies die ganze Wahrheit wäre, dürften allerdings ältere Windows 10-Versionen wie 1709 oder 1809 nicht betroffen sein. Daraus folgen Mutmaßungen hinsichtlich der tatsächlichen Ursache: Im japanischen Technet-Forum etwa hat ein Microsoft-Mitarbeiter eine Liste weiterer Updates für verschiedene Windows-Versionen als potenzielle Ursache veröffentlicht.