Glossar

IT- & Telefonie-Glossar von A bis Z

Erklärungen zu IT- und SIP-Telefonie-Fachbegriffen von A bis Z.

A

ACD

Automatic Call Distribution
SIP / VoIP

Automatisches Anrufverteilungssystem, das eingehende Anrufe anhand definierter Regeln (Fachgebiet, Sprache, Auslastung) an verfügbare Agenten oder Warteschlangen verteilt. Kernkomponente in Call-Center- und Helpdesk-Umgebungen.

Active Directory

AD
IT

Von Microsoft entwickelter Verzeichnisdienst für Windows-Netzwerke. Verwaltet Benutzerkonten, Computer, Gruppen und Richtlinien (GPOs) zentral in einer hierarchischen Struktur aus Domänen, Strukturen und Gesamtstrukturen.

ALG

Application Layer Gateway
SIP / VoIP

Softwarekomponente in Firewalls und NAT-Routern, die SIP-Pakete auf Anwendungsebene inspiziert und IP-Adressen im SIP-Header sowie im SDP-Body anpasst. Soll NAT-Probleme lösen, verursacht aber häufig Interoperabilitätsprobleme – Empfehlung: ALG deaktivieren und SBC einsetzen.

API

Application Programming Interface
IT

Schnittstelle, über die Softwarekomponenten miteinander kommunizieren. APIs definieren, wie Anfragen gestellt und Antworten geliefert werden – z. B. REST-APIs für Webdienste.

APT

Advanced Persistent Threat
IT

Langfristiger, gezielter Cyberangriff auf ein bestimmtes Ziel – häufig durch staatliche Akteure oder professionelle Gruppen orchestriert. Charakteristisch: mehrstufiges Vorgehen, lange Verweildauer im Netzwerk und schwere Erkennbarkeit. Gegenmaßnahmen: SIEM, EDR, Zero Trust.

ATA

Analog Telephone Adapter
SIP / VoIP

Gerät, das analoge Telefongeräte (POTS) an ein VoIP- bzw. SIP-Netz anbindet. Konvertiert analoge Sprachsignale in digitale IP-Pakete und umgekehrt.

Auto Attendant

SIP / VoIP

Virtueller Vermittlungsplatz einer PBX, der Anrufer mit einer Willkommensansage empfängt und über ein DTMF-Menü an Abteilungen oder Nebenstellen weiterleitet – ohne menschliche Vermittlung. Ergänzt oder ersetzt die klassische Telefonzentrale und wird oft zusammen mit IVR und Warteschlangen betrieben.

B

B2BUA

Back-to-Back User Agent
SIP / VoIP

SIP-Komponente, die als zwei gegenüberstehende User Agents agiert: Sie beendet eine eingehende SIP-Sitzung und initiiert gleichzeitig eine neue ausgehende Sitzung. Ermöglicht vollständige Kontrolle über den Gesprächsfluss, z. B. in Session Border Controllern.

Backup

IT

Datensicherung – das Erstellen einer Kopie von Daten, um diese im Falle eines Verlustes oder einer Beschädigung wiederherstellen zu können. Gängige Strategien: Vollbackup, inkrementell, differenziell; GFS-Rotation (Großvater-Vater-Sohn).

BCP

Business Continuity Plan
IT

Dokument und Strategie zur Aufrechterhaltung kritischer Geschäftsprozesse im Falle eines Ausfalls oder einer Katastrophe. Definiert Notfallprozeduren, Verantwortlichkeiten und Kommunikationswege.

BLF

Busy Lamp Field
SIP / VoIP

Statusanzeige auf IP-Telefonen oder Attendant-Konsolen, die in Echtzeit zeigt, ob eine Nebenstelle frei, besetzt oder klingelnd ist. Basiert auf SIP SUBSCRIBE/NOTIFY (RFC 4235). Erleichtert die Anrufvermittlung und Teamübersicht.

BYOD

Bring Your Own Device
IT

Konzept, bei dem Mitarbeiter eigene Endgeräte (Smartphones, Laptops) für berufliche Zwecke nutzen. Erfordert ein Mobile Device Management (MDM) und klare Sicherheitsrichtlinien.

C

CASB

Cloud Access Security Broker
IT

Sicherheitslösung zwischen Cloud-Nutzern und Cloud-Diensten, die Transparenz, Compliance, Datensicherheit und Bedrohungsschutz für SaaS-Anwendungen bietet. Erkennt Shadow-IT, erzwingt DLP-Richtlinien und verhindert unautorisierten Datenzugriff.

CDN

Content Delivery Network
IT

Netzwerk geografisch verteilter Server, das Inhalte (Webseiten, Videos, Software) von einem Knoten in Nutzernähe ausliefert und so Latenzen reduziert und die Verfügbarkeit erhöht.

CIA-Triade

IT

Grundprinzip der Informationssicherheit mit drei Schutzzielen: Vertraulichkeit (nur Berechtigte haben Zugriff), Integrität (Daten sind korrekt und unverändert) und Verfügbarkeit (Systeme sind erreichbar). Basis jedes IT-Sicherheitskonzepts.

Codec

Coder/Decoder
SIP / VoIP

Algorithmus zur Komprimierung und Dekomprimierung von Audio- (und Video-)daten in VoIP-Systemen. Gängige Sprachcodecs: G.711 (unkomprimiert, PSTN-Qualität), G.722 (Wideband, HD-Voice), G.729 (komprimiert, geringer Bandbreitenbedarf), Opus (flexibel, für WebRTC).

Container

IT

Leichtgewichtige Virtualisierungseinheit, die eine Anwendung zusammen mit allen Abhängigkeiten in einer isolierten Umgebung kapselt. Im Gegensatz zu VMs teilen Container denselben OS-Kernel. Verbreitetste Laufzeitumgebung: Docker; Orchestrierung: Kubernetes.

CTI

Computer Telephony Integration
SIP / VoIP

Technologie zur Verbindung von PBX und Computersoftware. Ermöglicht Click-to-Dial aus CRM/ERP, automatisches Öffnen von Kundendatensätzen bei eingehenden Anrufen (Screen-Pop), PC-basierte Anrufsteuerung und Gesprächsprotokollierung. Schnittstellen: TAPI, CSTA, REST-API.

D

DaaS

Desktop as a Service
IT

Cloud-Servicemodell, bei dem virtuelle Desktops aus einem Rechenzentrum bereitgestellt und per Browser oder Thin Client genutzt werden. Ähnlich VDI, jedoch vollständig vom Anbieter gehostet und verwaltet. Beispiel: Azure Virtual Desktop (AVD).

DDoS

Distributed Denial of Service
IT

Cyberangriff, bei dem ein Ziel (Website, Server) durch eine Flut von Anfragen aus vielen verteilten Quellen (Botnet) überlastet und damit unerreichbar gemacht wird. Schutz: Anti-DDoS-Dienste, Traffic-Scrubbing, Anycast-Routing.

DECT

Digital Enhanced Cordless Telecommunications
SIP / VoIP

Schnurlostelefonie-Standard, der in Europa und vielen weiteren Regionen eingesetzt wird. DECT-Telefone werden über DECT-Basisstationen mit der Telefonanlage (PBX) verbunden. Bietet verschlüsselte Übertragung und ist für den professionellen Einsatz in Unternehmen geeignet.

DevOps

IT

Zusammenführung von Softwareentwicklung (Dev) und IT-Betrieb (Ops) mit dem Ziel, Softwarelieferung durch Automatisierung, Continuous Integration (CI) und Continuous Delivery (CD) zu beschleunigen. Fördert eine Kultur enger Zusammenarbeit zwischen Entwicklung und Betrieb.

DHCP

Dynamic Host Configuration Protocol
IT

Netzwerkprotokoll, das IP-Adressen und weitere Konfigurationsparameter (Subnetzmaske, Gateway, DNS) automatisch an Netzwerkteilnehmer verteilt.

Dial Plan

SIP / VoIP

Regelwerk einer Telefonanlage (PBX), das definiert, wie eingehende und ausgehende Rufnummern interpretiert und geroutet werden. Legt fest, welche Nummern intern, über SIP-Trunk oder PSTN geroutet werden.

DID

Direct Inward Dialing
SIP / VoIP

Direkte Durchwahl – eine öffentliche Rufnummer, die direkt zu einem internen Teilnehmer der PBX durchgestellt wird, ohne Vermittlung. Ermöglicht jedem Mitarbeiter eine eigene externe Rufnummer.

Disaster Recovery

DR
IT

Teilbereich des Business Continuity Plans (BCP), der sich auf die technische Wiederherstellung von IT-Systemen und Daten nach einem schwerwiegenden Ereignis konzentriert. Schlüsselkennzahlen: RPO (Recovery Point Objective) und RTO (Recovery Time Objective).

DMS

Dokumenten-Management-System
IT

Softwaresystem zur digitalen Erfassung, Indexierung, Verwaltung, Archivierung und Recherche von Dokumenten. Ermöglicht revisionssichere Archivierung gemäß Compliance-Anforderungen (DSGVO, GoBD). Bekannte Systeme: DocuWare, ELO, d.3.

DMZ

Demilitarized Zone
IT

Netzwerksegment, das zwischen dem internen (vertrauenswürdigen) Netzwerk und dem Internet liegt. Öffentlich erreichbare Dienste (Webserver, Mailserver) werden in der DMZ platziert, um das interne Netz zu schützen.

DNS

Domain Name System
IT

Hierarchisches Namenssystem des Internets, das Domainnamen (z. B. itworx-solutions.at) in IP-Adressen auflöst. Auch in SIP genutzt: DNS-SRV-Records erlauben die automatische Erkennung von SIP-Proxy-Servern.

DSCP

Differentiated Services Code Point
SIP / VoIP

Wert im IP-Header (6 Bit), der die Priorität von Datenpaketen für Quality-of-Service (QoS)-Mechanismen kennzeichnet. VoIP-Daten (RTP) werden typischerweise mit EF (Expedited Forwarding, DSCP 46) markiert, um niedrige Latenz zu garantieren.

DSGVO

Datenschutz-Grundverordnung
IT

EU-Verordnung (2016/679) zum Schutz personenbezogener Daten, seit Mai 2018 gültig (englisch: GDPR). Verpflichtet Unternehmen zu Datenschutz-by-Design, Einwilligungsmanagement, Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten und Meldepflicht bei Datenschutzverletzungen. In Österreich ergänzt durch das DSG.

DTLS

Datagram Transport Layer Security
SIP / VoIP

Auf TLS basierendes Verschlüsselungsprotokoll für UDP-Verbindungen (RFC 6347). In WebRTC und modernen VoIP-Systemen als DTLS-SRTP eingesetzt: DTLS handelt den Schlüssel aus, SRTP verschlüsselt die Mediapakete.

DTMF

Dual-Tone Multi-Frequency
SIP / VoIP

Mehrfrequenzwahlverfahren – Töne, die durch Drücken von Tasten auf einem Telefon erzeugt werden (Tonwahl). In VoIP-Systemen wird DTMF per In-Band-Audio, RFC 2833/4733 (RTP) oder SIP-INFO übertragen.

E

E.164

SIP / VoIP

Internationaler ITU-T-Standard für Rufnummernformate. Rufnummern werden mit Ländervorwahl und ohne führende Null dargestellt, z. B. +43 5577 21707. In SIP-URIs wird E.164 häufig als tel:+43557721707 oder sip:+43557721707@provider.at codiert.

EDR

Endpoint Detection & Response
IT

Sicherheitslösung, die Endgeräte (PCs, Server, Mobilgeräte) kontinuierlich überwacht, Bedrohungen in Echtzeit erkennt, automatisch reagiert und forensische Daten für die Analyse bereitstellt. Geht deutlich über klassischen Virenschutz hinaus.

ERP

Enterprise Resource Planning
IT

Softwaresystem zur integrierten Planung und Steuerung aller wesentlichen Geschäftsprozesse eines Unternehmens (Finanzen, Einkauf, Produktion, Lagerhaltung, Personal). Bekannte Systeme: SAP, Microsoft Dynamics, BMD.

F

Failover

IT

Automatischer Wechsel auf ein Backup-System oder einen Ersatzserver, wenn das primäre System ausfällt. Ziel ist die Aufrechterhaltung des Betriebs ohne oder mit minimaler Unterbrechung (Hochverfügbarkeit).

Firewall

IT

Netzwerk-Sicherheitssystem, das den Datenverkehr anhand von Regeln filtert und unerwünschte Verbindungen blockiert. Next-Generation Firewalls (NGFW) erweitern dies um Deep Packet Inspection (DPI), IPS, SSL-Inspektion und Applikationserkennung.

Firmware

IT

Fest in Hardware-Geräten eingebettete Software (z. B. BIOS/UEFI auf Mainboards, Firmware in Routern und Switches), die grundlegende Gerätefunktionen steuert. Regelmäßige Firmware-Updates schließen Sicherheitslücken und verbessern Stabilität.

FoIP

Fax over IP
SIP / VoIP

Übertragung von Faxnachrichten über IP-Netzwerke. Standard-Verfahren: T.38 für Echtzeit-Fax über SIP. Da VoIP-Komprimierung Fax-Töne verfälscht, ist T.38 oder eine dedizierte Fax-Lösung erforderlich. Alternativ: Store-and-Forward per E-Mail als PDF.

FXO

Foreign Exchange Office
SIP / VoIP

Analoger Anschlusstyp, der die Amtsseite (PSTN) emuliert. Ein FXO-Port an einem VoIP-Gateway empfängt Anrufe vom öffentlichen Telefonnetz und konvertiert sie in VoIP-Pakete. Gegenstück zu FXS.

FXS

Foreign Exchange Station
SIP / VoIP

Analoger Anschlusstyp, der die Teilnehmerseite emuliert: versorgt analoge Endgeräte (Telefon, Fax) mit Rufspannung und Wählton. Ein FXS-Port an einem ATA oder VoIP-Gateway verbindet analoge Geräte mit einer IP-Telefonanlage. Gegenstück zu FXO.

G

G.711

SIP / VoIP

ITU-T-Sprachcodec mit unkomprimierter Übertragung bei 64 kBit/s. Varianten: G.711 µ-law (USA, Japan) und G.711 A-law (Europa). Bietet PSTN-Sprachqualität und wird als Baseline-Codec in fast allen VoIP-Systemen unterstützt.

G.722

SIP / VoIP

Wideband-Sprachcodec (HD Voice) mit 16 kHz Abtastrate und 48/56/64 kBit/s. Deutlich bessere Sprachqualität als G.711, da höhere Frequenzanteile der Stimme übertragen werden. Voraussetzung: HD-Voice-fähige Endgeräte und Netzkomponenten.

G.729

SIP / VoIP

Komprimierter Sprachcodec mit 8 kBit/s (A-Variante: G.729a). Sehr geringer Bandbreitenbedarf, ideal für schmalbandige WAN-Verbindungen. Leichte Qualitätseinbußen gegenüber G.711; lizenzpflichtig (in vielen PBX-Systemen inklusive).

H

H.323

SIP / VoIP

ITU-T-Standard für Multimedia-Kommunikation (Audio, Video, Daten) über IP-Netze, entwickelt in den 1990er-Jahren. In Unternehmen weitgehend durch SIP abgelöst, jedoch in Videokonferenzsystemen älterer Generation (Cisco, Polycom) noch anzutreffen.

Honeypot

IT

Absichtlich als Köder exponiertes System oder Dienst, das Angreifer anlockt und deren Methoden, Werkzeuge und Angriffspfade dokumentiert. Dient der Frühwarnung und Analyse von Angriffstechniken, ohne Produktivsysteme zu gefährden.

Hosted PBX

SIP / VoIP

Telefonanlage (PBX), die nicht vor Ort betrieben, sondern in einem Rechenzentrum oder der Cloud gehostet wird. Der Anbieter übernimmt Betrieb, Updates und Ausfallsicherheit; der Kunde nutzt IP-Telefone oder Softphones. Auch als Cloud-PBX oder UCaaS bekannt.

Hypervisor

IT

Software- oder Hardware-Schicht, die mehrere virtuelle Maschinen (VMs) auf einem physischen Host-System betreibt. Typ 1 (Bare-Metal): VMware ESXi, Microsoft Hyper-V, Proxmox. Typ 2 (Hosted): VMware Workstation, VirtualBox.

I

IaaS

Infrastructure as a Service
IT

Cloud-Servicemodell, bei dem virtualisierte Rechenressourcen (Server, Storage, Netzwerk) als skalierbare Dienste bereitgestellt werden. Beispiele: Microsoft Azure VMs, AWS EC2. Gegensatz: PaaS (Platform) und SaaS (Software).

IAM

Identity & Access Management
IT

Rahmenwerk und Softwarelösungen zur Verwaltung digitaler Identitäten und Zugriffsrechte. Stellt sicher, dass jeder Nutzer nur auf die Ressourcen zugreifen kann, die er benötigt (Least Privilege). Umfasst Authentifizierung, Autorisierung, SSO und Provisionierung.

IoT

Internet of Things
IT

Vernetzung physischer Geräte (Sensoren, Maschinen, Hausgeräte, Industrieanlagen) mit dem Internet zur automatischen Datenerfassung und Steuerung. IoT-Geräte haben oft schwache Sicherheitsfunktionen – Netzwerksegmentierung per VLAN wird empfohlen.

IPS

Intrusion Prevention System
IT

Sicherheitssystem, das den Netzwerkverkehr in Echtzeit analysiert und bekannte Angriffsmuster aktiv blockiert (im Unterschied zum IDS, das nur erkennt und meldet). Typischerweise in NGFW-Firewalls integriert.

ISDN

Integrated Services Digital Network
SIP / VoIP

Digitales Telefonnetz über Kupferleitungen, das Sprache und Daten über dieselbe Infrastruktur überträgt. Varianten: BRI (Basisanschluss, 2 Kanäle) und PRI (Primärmultiplexanschluss, 30 Kanäle). In Europa weitgehend durch All-IP/SIP-Trunks abgelöst.

ITSM

IT Service Management
IT

Gesamtheit der Prozesse zur Planung, Bereitstellung und kontinuierlichen Verbesserung von IT-Diensten. Basis ist häufig das ITIL-Framework. Kernprozesse: Incident Management, Problem Management, Change Management und Service Request Management.

IVR

Interactive Voice Response
SIP / VoIP

Automatisches Sprachmenüsystem, das Anrufer per vordefinierten Ansagen und DTMF-Eingaben durch Optionen leitet (z. B. „Drücken Sie 1 für den Support"). Reduziert das Anrufaufkommen beim manuellen Vermittlungsplatz und leitet Anrufer automatisch weiter.

J

Jitter

SIP / VoIP

Schwankung in der Ankunftszeit von Datenpaketen in einem IP-Netzwerk. In VoIP führt hoher Jitter zu ungleichmäßiger Sprachwiedergabe und Verzerrungen. Jitter-Buffer auf den Endgeräten puffern Pakete, um gleichmäßige Wiedergabe zu ermöglichen.

L

Latency

Latenz
SIP / VoIP

Zeitverzögerung bei der Übertragung von Datenpaketen von Sender zu Empfänger (One-Way-Delay). Für VoIP empfiehlt die ITU-T G.114 einen maximalen One-Way-Delay von 150 ms. Über 400 ms wird ein Gespräch als schwierig empfunden.

LDAP

Lightweight Directory Access Protocol
IT

Protokoll für den Zugriff auf und die Verwaltung von Verzeichnisdiensten (z. B. Active Directory). Weit verbreitet für Authentifizierung und Benutzersuche in Unternehmensanwendungen und SIP-Telefonanlagen.

Load Balancer

IT

Hard- oder Softwarekomponente, die eingehende Netzwerkanfragen gleichmäßig auf mehrere Server verteilt und so Verfügbarkeit und Skalierbarkeit verbessert. Gängige Algorithmen: Round Robin, Least Connections, IP Hash. Einsatz vor Webservern, Applikations- und API-Servern.

M

MDM

Mobile Device Management
IT

Softwarelösung zur zentralen Verwaltung, Konfiguration und Absicherung von Mobilgeräten (Smartphones, Tablets, Laptops). Ermöglicht Remote-Wipe, App-Deployment, Zertifikatsverwaltung und Compliance-Überprüfung. Bekannte Systeme: Microsoft Intune, Jamf.

MDR

Managed Detection & Response
IT

Ausgelagerter Sicherheitsdienst, der Bedrohungserkennung, -analyse und -reaktion durch ein externes SOC-Team bietet. Kombination aus EDR-Technologie, SIEM-Auswertung und menschlicher Analyse durch Security-Experten – 24/7-Schutz ohne eigenes SOC.

MFA

Multi-Factor Authentication
IT

Authentifizierungsverfahren, das mindestens zwei unabhängige Faktoren kombiniert: Wissen (Passwort), Besitz (Token, Smartphone) und Inhärenz (Biometrie). Erhöht die Sicherheit von Benutzerkonten erheblich, auch bei kompromittierten Passwörtern.

MOS

Mean Opinion Score
SIP / VoIP

Standardisierte Kennzahl (ITU-T P.800) zur Bewertung der wahrgenommenen Sprachqualität in Telefonverbindungen, Skala 1–5. Ein MOS ≥ 4,0 gilt als sehr gut (vergleichbar PSTN), ≥ 3,5 als akzeptabel für VoIP-Gespräche.

MSP

Managed Service Provider
IT

IT-Dienstleister, der den proaktiven Betrieb und die Verwaltung der IT-Infrastruktur eines Kunden übernimmt – typischerweise auf Basis eines Service Level Agreements (SLA). Leistungen umfassen Monitoring, Helpdesk, Patch-Management und Backup.

MSSP

Managed Security Service Provider
IT

MSP mit Schwerpunkt auf IT-Security-Diensten: Firewall-Management, EDR, SIEM, SOC-Monitoring, Incident Response und Vulnerability Management. Bietet 24/7-Sicherheitsüberwachung ohne eigenen internen SOC.

N

NAS

Network-Attached Storage
IT

Netzwerkspeicherlösung, die Dateifreigaben (SMB/CIFS, NFS) für Netzwerkteilnehmer bereitstellt. Im Gegensatz zu einem SAN (Block-Level) arbeitet NAS auf Dateiebene. Hersteller: Synology, QNAP, NetApp.

NAT

Network Address Translation
IT

Verfahren, bei dem private IP-Adressen (RFC 1918) in öffentliche IP-Adressen übersetzt werden. In VoIP-Umgebungen kann NAT Probleme verursachen (NAT Traversal), da SIP-Pakete die private IP im SDP-Body einbetten.

NAT Traversal

SIP / VoIP

Techniken zur Überwindung von NAT-Barrieren in SIP/RTP-Verbindungen. Methoden: STUN (erkennt externe IP/Port), TURN (Relay-Server), ICE (kombiniert beide), SBC (Session Border Controller). Essenziell für SIP-Trunks über das Internet.

NDR

Network Detection & Response
IT

Sicherheitslösung, die den Netzwerkverkehr kontinuierlich analysiert und verdächtige Aktivitäten (Lateral Movement, Datenexfiltration, C2-Kommunikation) erkennt. Ergänzt EDR um netzwerkbasierte Sichtbarkeit – besonders für nicht-verwaltete Geräte und IoT.

NGN

Next Generation Network
SIP / VoIP

IP-basierte Netzwerkarchitektur, die klassische leitungsvermittelte Telefonnetze (PSTN, ISDN) ersetzt. In NGNs werden alle Dienste (Sprache, Daten, Video) über dasselbe IP-Netz übertragen. Treiber: All-IP-Migration der Telefongesellschaften in Europa und Österreich.

O

Opus

SIP / VoIP

Offener, lizenzfreier Audio-Codec (RFC 6716), entwickelt von der IETF/Xiph.Org. Unterstützt Bitraten von 6–510 kBit/s, variable Abtastraten (8–48 kHz) und eignet sich hervorragend für WebRTC und moderne UCaaS-Lösungen.

P

PaaS

Platform as a Service
IT

Cloud-Servicemodell, das eine Entwicklungsplattform (Laufzeitumgebung, Datenbank, Middleware) bereitstellt, ohne dass der Nutzer die zugrundeliegende Infrastruktur verwalten muss. Beispiele: Azure App Service, Google App Engine, Heroku.

Patch Management

IT

Systematischer Prozess zur Verteilung und Anwendung von Software-Updates (Patches) auf Betriebssystemen und Applikationen. Ziel: Schließen von Sicherheitslücken und Beheben von Fehlern. Typischerweise mit Remote-Management-Tools automatisiert.

PBX

Private Branch Exchange
SIP / VoIP

Nebenstellenanlage – Telefonanlage in einem Unternehmen, die interne Gespräche vermittelt und externe Leitungen (PSTN, SIP-Trunk) verwaltet. Moderne IP-PBX-Systeme (z. B. Starface) basieren vollständig auf SIP/VoIP.

Penetrationstest

PenTest
IT

Autorisierter Sicherheitstest, bei dem IT-Experten ein System, Netzwerk oder eine Anwendung gezielt auf Schwachstellen prüfen – analog zum Vorgehen eines echten Angreifers. Varianten: Black Box (ohne Vorinformationen), White Box (mit vollständiger Dokumentation), Grey Box.

Phishing

IT

Form des Social Engineerings, bei der Angreifer per E-Mail, SMS (Smishing) oder Telefon (Vishing) vorgeben, eine vertrauenswürdige Stelle zu sein, um Zugangsdaten, Zahlungsinformationen oder andere sensible Daten zu ergaunern. Gegenmaßnahme: Security-Awareness-Training und MFA.

PKI

Public Key Infrastructure
IT

System zur Erstellung, Verwaltung, Verteilung und zum Widerruf digitaler Zertifikate und Schlüsselpaare (asymmetrische Kryptographie, RSA/ECC). Ermöglicht verschlüsselte Kommunikation (TLS/HTTPS), digitale Signaturen und Authentifizierung.

PRI

Primary Rate Interface
SIP / VoIP

ISDN-Primärmultiplexanschluss für Unternehmen mit bis zu 30 Nutzkanälen (B-Kanäle) und einem Steuerkanal (D-Kanal) – in Europa E1, in Nordamerika T1 (23 B-Kanäle). Wird zunehmend durch SIP-Trunks ersetzt.

PSTN

Public Switched Telephone Network
SIP / VoIP

Öffentliches Fernsprechnetz – das klassische, leitungsvermittelte Telefonnetz (Kupferkabel, ISDN). Wird zunehmend durch VoIP/SIP-basierte NGN-Netze (Next Generation Networks) abgelöst. In Österreich: Abschalten der analogen Anschlüsse läuft.

Q

QoS

Quality of Service
SIP / VoIP

Mechanismen zur Priorisierung von Netzwerkdatenverkehr, um für zeitkritische Anwendungen wie VoIP garantierte Bandbreite, niedrige Latenz und geringen Jitter sicherzustellen. Implementiert über VLAN-Markierungen (802.1p) und DSCP-Werte im IP-Header.

R

RAID

Redundant Array of Independent Disks
IT

Technologie zur Kombination mehrerer Festplatten für erhöhte Ausfallsicherheit und/oder Performance. Gängige Level: RAID 1 (Spiegelung), RAID 5 (Parität, 1 Platte Toleranz), RAID 6 (2 Platten Toleranz), RAID 10 (Spiegelung + Striping). Kein Ersatz für Backup!

Ransomware

IT

Schadprogramm, das Dateien auf infizierten Systemen verschlüsselt und ein Lösegeld (meist Kryptowährung) für die Entschlüsselung fordert. Häufige Verbreitungswege: Phishing-E-Mails, kompromittierte RDP-Zugänge. Schutz: regelmäßige Backups (3-2-1), EDR und Zero Trust.

RDP

Remote Desktop Protocol
IT

Von Microsoft entwickeltes Protokoll für die Fernsteuerung von Windows-Systemen. Überträgt die Bildschirmausgabe und Benutzereingaben verschlüsselt über TCP Port 3389. Sollte nie direkt aus dem Internet erreichbar sein (VPN vorschalten).

RFC 3261

SIP / VoIP

Der grundlegende IETF-Standard, der das Session Initiation Protocol (SIP) definiert. Beschreibt Nachrichtenformat, Methoden (INVITE, BYE, REGISTER, OPTIONS…), Dialoge, Transaktionen und die Architektur der SIP-Komponenten.

RMM

Remote Monitoring & Management
IT

Software-Plattform für MSPs zur zentralen Überwachung, Verwaltung und Fernwartung von Endgeräten und Servern. Ermöglicht automatisches Patching, Alerting, Remote-Zugriff und Inventarisierung. ITworx setzt auf professionelle Remote-Management-Lösungen.

RPO

Recovery Point Objective
IT

Maximaler Datenverlust, der im Katastrophenfall toleriert werden kann, ausgedrückt in Zeit. Ein RPO von 4 Stunden bedeutet, dass Daten aus bis zu 4 Stunden vor dem Ausfall verloren gehen dürfen.

RTO

Recovery Time Objective
IT

Maximale tolerierbare Ausfallzeit, bis ein System nach einem Ausfall wiederhergestellt sein muss. Ein RTO von 2 Stunden bedeutet, dass der Betrieb innerhalb von 2 Stunden nach einem Ausfall wieder laufen muss.

RTP

Real-Time Transport Protocol
SIP / VoIP

Netzwerkprotokoll (RFC 3550) zur Übertragung von Echtzeitmedien (Audio, Video) in VoIP-Systemen. Läuft über UDP und enthält Sequenznummern und Zeitstempel zur Jitter-Kompensation. Die Medienparameter werden per SDP ausgehandelt.

Rufnummernportierung

LNP
SIP / VoIP

Übertragung einer bestehenden Rufnummer von einem Anbieter zu einem anderen, ohne die Nummer zu ändern (Local Number Portability). In Österreich gesetzlich geregelt (TKG 2021). Gilt für Festnetz- und Mobilrufnummern; typische Portierungsdauer: 5–10 Werktage.

S

SaaS

Software as a Service
IT

Cloud-Servicemodell, bei dem Anwendungen als Dienst über das Internet bereitgestellt werden, ohne lokale Installation. Beispiele: Microsoft 365, Salesforce, Slack. Abrechnung meist per Nutzer/Monat.

SAN

Storage Area Network
IT

Hochleistungs-Blockspeichernetzwerk, das Servern rohe Speicherblöcke (wie lokale Festplatten) zur Verfügung stellt. Im Gegensatz zu NAS (Dateiebene) arbeitet SAN auf Block-Ebene. Protokolle: Fibre Channel, iSCSI.

SASE

Secure Access Service Edge
IT

Cloud-natives Architekturmodell (Gartner, 2019), das Netzwerk- (SD-WAN) und Security-Funktionen (CASB, SWG, ZTNA, FWaaS) in einem einzigen cloudbasierten Dienst vereint. Bietet standortunabhängigen, identitätsbasierten Zugriff auf Unternehmensressourcen.

SBC

Session Border Controller
SIP / VoIP

Netzwerkelement an der Grenze zwischen SIP-Netzwerken, das NAT-Traversal, Sicherheit (SIP-Firewall, SRTP), Protokoll-Normalisierung und Interoperabilität zwischen verschiedenen SIP-Stacks sicherstellt. Essentiell bei SIP-Trunk-Anbindungen.

SD-WAN

Software-Defined Wide Area Network
IT

Technologie zur softwaregesteuerten Verwaltung von WAN-Verbindungen. Ermöglicht intelligentes Traffic-Routing über mehrere Leitungen (MPLS, Internet, LTE), Kosteneinsparungen und zentrale Verwaltung. Bietet oft integrierte SD-WAN-Sicherheitsfunktionen.

SDP

Session Description Protocol
SIP / VoIP

Protokoll (RFC 4566), das im Body von SIP-Nachrichten eingebettet ist und die Medienparameter einer VoIP-Sitzung beschreibt: Codec-Liste, IP-Adresse und UDP-Port für RTP, Übertragungsrichtung (sendrecv, sendonly, recvonly).

SIEM

Security Information & Event Management
IT

Plattform, die sicherheitsrelevante Log-Daten aus verschiedenen Quellen (Firewall, Server, Endpoints) zentralisiert, korreliert und in Echtzeit auswertet. Ermöglicht frühzeitige Erkennung von Angriffen und erfüllt Compliance-Anforderungen.

SIP

Session Initiation Protocol
SIP / VoIP

Von der IETF standardisiertes Signalisierungsprotokoll (RFC 3261) für den Auf- und Abbau von Multimediasitzungen über IP-Netze. SIP ist textbasiert (ähnlich HTTP) und wird für VoIP, Video-Conferencing und Instant Messaging verwendet. Mediadaten werden separat per RTP übertragen.

SIP Forking

SIP / VoIP

Mechanismus, bei dem ein eingehender SIP-Ruf gleichzeitig an mehrere Endgeräte weitergeleitet wird, die unter derselben SIP-URI registriert sind (z. B. IP-Telefon und Softphone). Parallel Forking: alle Geräte klingeln gleichzeitig; Sequential Forking: der Reihe nach.

SIP URI

SIP / VoIP

Einheitliche Ressourcenkennung für SIP-Adressen, ähnlich einer E-Mail-Adresse: sip:user@domain.com oder sip:+43557721707@provider.at. Wird in SIP-Nachrichten zur Adressierung von Teilnehmern, Servern und Diensten verwendet.

SIP-Trunk

SIP / VoIP

Virtuelle Telefonleitung, die eine Telefonanlage (PBX) über IP mit einem SIP-Provider (ITSP) verbindet und den Anschluss an das öffentliche Telefonnetz (PSTN) ermöglicht. Ersetzt klassische ISDN-Primärmultiplexanschlüsse (PRI). ITworx nutzt IPAustria als SIP-Provider.

SLA

Service Level Agreement
IT

Vertragliche Vereinbarung zwischen IT-Dienstleister und Kunden, die Qualitätsmerkmale definiert: Reaktionszeiten (Response Time), Lösungszeiten (Resolution Time), Verfügbarkeit (z. B. 99,9 %), Supportzeiten und eventuelle Konventionalstrafen. Basis des ITSM-Incident-Managements.

SMTP

Simple Mail Transfer Protocol
IT

Protokoll für die Übermittlung von E-Mails zwischen Mailservern und von Clients an Mailserver (Port 25, 465/587 mit TLS). Zusammen mit IMAP (Empfang/Synchronisation) und POP3 (Empfang, lokaler Download) das Rückgrat der E-Mail-Kommunikation.

SNMP

Simple Network Management Protocol
IT

Protokoll zur Überwachung und Verwaltung von Netzwerkgeräten (Router, Switches, Server, Drucker). SNMP-Agenten auf den Geräten liefern Statusinformationen (MIB-Werte) an eine zentrale Monitoring-Software. Version 3 bietet Authentifizierung und Verschlüsselung.

SOAR

Security Orchestration, Automation & Response
IT

Plattform, die Sicherheits-Tools (SIEM, EDR, Firewall, Ticketing) orchestriert und Incident-Response-Abläufe automatisiert. Playbooks definieren standardisierte Reaktionen auf Bedrohungen – reduziert Reaktionszeiten (MTTR) und entlastet SOC-Analysten.

SOC

Security Operations Center
IT

Einheit oder Dienstleistung, die kontinuierlich (24/7) Sicherheitsereignisse überwacht, analysiert und auf Incidents reagiert. Als externer Dienst (Managed SOC) bietet ein MSSP SOC-Funktionalität ohne eigene Personalressourcen.

Social Engineering

IT

Psychologische Manipulationstechnik, bei der Angreifer menschliche Faktoren (Vertrauen, Hilfsbereitschaft, Zeitdruck) ausnutzen, um an vertrauliche Informationen zu gelangen oder Handlungen auszulösen. Bekannteste Form: Phishing. Gegenmaßnahme: Security-Awareness-Schulungen.

Softphone

SIP / VoIP

Softwareapplikation auf PC, Smartphone oder Tablet, die die Funktion eines physischen IP-Telefons übernimmt. Nutzt SIP für die Signalisierung und RTP für die Mediadaten. Ermöglicht vollständige Telefoniefunktionalität von überall mit Internetzugang.

SRTP

Secure Real-Time Transport Protocol
SIP / VoIP

Verschlüsselte Variante von RTP (RFC 3711) für die gesicherte Übertragung von Mediendaten (Audio/Video) in VoIP-Systemen. Verwendet AES-Verschlüsselung. Schlüsselaustausch erfolgt über SDES (in SDP) oder DTLS-SRTP (bei WebRTC).

SSO

Single Sign-On
IT

Authentifizierungsmethode, bei der sich ein Benutzer einmalig anmeldet und dann auf mehrere Anwendungen und Dienste zugreifen kann, ohne sich erneut einloggen zu müssen. Oft in Kombination mit einem Identity Provider (IdP) wie Microsoft Entra ID oder Okta implementiert.

STUN

Session Traversal Utilities for NAT
SIP / VoIP

Protokoll (RFC 8489), das VoIP-Endgeräten hinter NAT ermöglicht, ihre öffentliche IP-Adresse und den vom NAT-Router zugewiesenen UDP-Port zu ermitteln. Ergebnis wird in SDP-Paketen eingetragen, damit der Gegenüber die Mediapakete (RTP) direkt senden kann.

T

T.38

SIP / VoIP

ITU-T-Protokoll für die Echtzeit-Faxübertragung über IP-Netzwerke. Wandelt Faxsignale in IP-Pakete um und kompensiert Paketverluste durch Redundanz. Notwendig, da Standard-VoIP-Codecs (G.711) Faxmodem-Töne verfälschen.

TAPI

Telephony Application Programming Interface
SIP / VoIP

Windows-Programmierschnittstelle für die Integration von Telefoniefunktionen in Anwendungen (Click-to-Dial, Anrufsteuerung, Gesprächsprotokollierung). Basis vieler CTI-Integrationen mit CRM-Systemen wie Salesforce oder Microsoft Dynamics.

TLS

Transport Layer Security
IT

Kryptographisches Protokoll zur verschlüsselten Datenübertragung über Netzwerke. Nachfolger von SSL. In SIP wird TLS auf dem TCP/UDP-Transport genutzt (SIPS-URI: sips:user@domain.com) um SIP-Signalisierung zu verschlüsseln, SRTP schützt die Mediapakete.

TURN

Traversal Using Relays around NAT
SIP / VoIP

Erweiterung von STUN (RFC 8656), bei der ein TURN-Server als Relay für Mediapakete fungiert, wenn direkte Peer-to-Peer-Verbindungen (z. B. durch symmetrisches NAT oder Firewalls) nicht möglich sind. Garantiert Konnektivität, erhöht aber Latenz und Bandbreitenbedarf.

U

UCC

Unified Communications & Collaboration
SIP / VoIP

Integration verschiedener Kommunikationsdienste (Telefonie, Video, Chat, E-Mail, Präsenzstatus, Fax) in einer einheitlichen Plattform. Beispiele: Microsoft Teams (Phone System), Starface UCC, Cisco Webex. Ziel: Vereinfachung der Kommunikation und Steigerung der Produktivität.

UPS

Uninterruptible Power Supply
IT

Unterbrechungsfreie Stromversorgung – schützt IT-Systeme vor Stromausfällen, Spannungsschwankungen und Überspannungen. Ermöglicht kontrolliertes Herunterfahren von Servern oder Überbrückung bis zum Einsetzen eines Generators.

UTM

Unified Threat Management
IT

Sicherheitsplattform, die mehrere Schutzmechanismen in einem Gerät vereint: Firewall, IPS, Antivirus, Web-Filter, VPN und Application Control. Wird zunehmend von NGFW (Next-Generation Firewall) abgelöst.

V

VDI

Virtual Desktop Infrastructure
IT

Technologie, bei der Desktop-Betriebssysteme als virtuelle Maschinen auf zentralen Servern betrieben werden und Benutzer per Thin Client oder Browser darauf zugreifen. Vorteile: zentrale Verwaltung, höhere Sicherheit, BYOD-Kompatibilität.

VLAN

Virtual Local Area Network
IT

Logische Segmentierung eines physischen Netzwerks in mehrere isolierte Teilnetze (IEEE 802.1Q). Ermöglicht Trennung von z. B. Bürodaten, VoIP, Gäste-WLAN und Management-Traffic ohne separate physische Infrastruktur.

VM

Virtual Machine
IT

Softwareemulation eines physischen Computers, die auf einem Hypervisor läuft. Mehrere VMs teilen sich die Ressourcen eines physischen Hosts (CPU, RAM, Storage). Ermöglicht höhere Ressourcennutzung, schnelle Bereitstellung und einfaches Backup via Snapshots.

VoIP

Voice over IP
SIP / VoIP

Oberbegriff für Sprachkommunikation über IP-Netzwerke. VoIP-Systeme digitalisieren Sprachdaten, komprimieren sie mit einem Codec und übertragen sie als IP-Pakete. SIP ist das am weitesten verbreitete Signalisierungsprotokoll für VoIP.

VPN

Virtual Private Network
IT

Verschlüsselter Tunnel über ein öffentliches Netzwerk (Internet), der sichere Kommunikation ermöglicht – als würden sich die Teilnehmer im selben privaten Netz befinden. Technologien: IPsec, OpenVPN, WireGuard, SSL-VPN.

W

WAF

Web Application Firewall
IT

Sicherheitslösung, die HTTP/HTTPS-Datenverkehr zu Webanwendungen überwacht und filtert. Schützt vor OWASP-Top-10-Angriffen wie SQL-Injection, Cross-Site-Scripting (XSS) und anderen webspezifischen Bedrohungen.

WebRTC

Web Real-Time Communication
SIP / VoIP

Offener Standard (W3C/IETF) für Echtzeit-Audio-, Video- und Datenkommunikation direkt im Browser, ohne Plugins. Verwendet ICE/STUN/TURN für NAT-Traversal, DTLS-SRTP für Mediaverschlüsselung und den Opus-Codec. Basis moderner browserbasierter Softphones.

WLAN

Wireless LAN / Wi-Fi
IT

Drahtloses lokales Netzwerk nach IEEE-802.11-Standard. Aktuelle Standards: Wi-Fi 5 (802.11ac), Wi-Fi 6 (802.11ax), Wi-Fi 6E (6-GHz-Band). Für Unternehmen empfohlen: WPA3-Verschlüsselung, getrennte SSIDs für Mitarbeiter, Gäste und IoT sowie zentrale Controller-Verwaltung.

X

XDR

Extended Detection & Response
IT

Weiterentwicklung von EDR, die Telemetriedaten aus mehreren Quellen (Endpoints, Netzwerk, E-Mail, Cloud, Identity) korreliert und in einer einzigen Plattform zusammenführt. Ermöglicht ganzheitliche Bedrohungserkennung über Silos hinweg und automatisierte Response.

Z

Zero Trust

IT

Sicherheitsmodell, das kein implizites Vertrauen in Netzwerkteilnehmer voraussetzt – weder intern noch extern. Jede Ressourcen-Anfrage wird explizit authentifiziert und autorisiert (Prinzip: „Niemals vertrauen, immer verifizieren"). Basiert auf MFA, Mikrosegmentierung und Least-Privilege-Zugriff.

Zero-Day-Exploit

0-Day
IT

Angriff, der eine Sicherheitslücke ausnutzt, die dem Hersteller noch unbekannt und daher ungepatch ist. Die Zeitspanne zwischen Entdeckung und verfügbarem Patch heißt Zero-Day-Fenster. Besonders gefährlich, da keine signaturbasierte Erkennung greift.

ZTNA

Zero Trust Network Access
IT

Zugangsmodell, das den klassischen VPN-Ansatz ersetzt: Statt Netzwerk-Zugang gewährt ZTNA nur Zugriff auf einzelne Applikationen – basierend auf Identität, Gerätezustand und Kontext. Umsetzung des Zero-Trust-Prinzips auf Netzwerkebene. Kernkomponente von SASE.

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