IT- & Telefonie-Glossar von A bis Z
Erklärungen zu IT- und SIP-Telefonie-Fachbegriffen von A bis Z.
Kein Begriff gefunden.
ACD
Automatisches Anrufverteilungssystem, das eingehende Anrufe anhand definierter Regeln (Fachgebiet, Sprache, Auslastung) an verfügbare Agenten oder Warteschlangen verteilt. Kernkomponente in Call-Center- und Helpdesk-Umgebungen.
Active Directory
Von Microsoft entwickelter Verzeichnisdienst für Windows-Netzwerke. Verwaltet Benutzerkonten, Computer, Gruppen und Richtlinien (GPOs) zentral in einer hierarchischen Struktur aus Domänen, Strukturen und Gesamtstrukturen.
ALG
Softwarekomponente in Firewalls und NAT-Routern, die SIP-Pakete auf Anwendungsebene inspiziert und IP-Adressen im SIP-Header sowie im SDP-Body anpasst. Soll NAT-Probleme lösen, verursacht aber häufig Interoperabilitätsprobleme – Empfehlung: ALG deaktivieren und SBC einsetzen.
API
Schnittstelle, über die Softwarekomponenten miteinander kommunizieren. APIs definieren, wie Anfragen gestellt und Antworten geliefert werden – z. B. REST-APIs für Webdienste.
APT
Langfristiger, gezielter Cyberangriff auf ein bestimmtes Ziel – häufig durch staatliche Akteure oder professionelle Gruppen orchestriert. Charakteristisch: mehrstufiges Vorgehen, lange Verweildauer im Netzwerk und schwere Erkennbarkeit. Gegenmaßnahmen: SIEM, EDR, Zero Trust.
ATA
Gerät, das analoge Telefongeräte (POTS) an ein VoIP- bzw. SIP-Netz anbindet. Konvertiert analoge Sprachsignale in digitale IP-Pakete und umgekehrt.
Auto Attendant
Virtueller Vermittlungsplatz einer PBX, der Anrufer mit einer Willkommensansage empfängt und über ein DTMF-Menü an Abteilungen oder Nebenstellen weiterleitet – ohne menschliche Vermittlung. Ergänzt oder ersetzt die klassische Telefonzentrale und wird oft zusammen mit IVR und Warteschlangen betrieben.
B2BUA
SIP-Komponente, die als zwei gegenüberstehende User Agents agiert: Sie beendet eine eingehende SIP-Sitzung und initiiert gleichzeitig eine neue ausgehende Sitzung. Ermöglicht vollständige Kontrolle über den Gesprächsfluss, z. B. in Session Border Controllern.
Backup
Datensicherung – das Erstellen einer Kopie von Daten, um diese im Falle eines Verlustes oder einer Beschädigung wiederherstellen zu können. Gängige Strategien: Vollbackup, inkrementell, differenziell; GFS-Rotation (Großvater-Vater-Sohn).
BCP
Dokument und Strategie zur Aufrechterhaltung kritischer Geschäftsprozesse im Falle eines Ausfalls oder einer Katastrophe. Definiert Notfallprozeduren, Verantwortlichkeiten und Kommunikationswege.
BLF
Statusanzeige auf IP-Telefonen oder Attendant-Konsolen, die in Echtzeit zeigt, ob eine Nebenstelle frei, besetzt oder klingelnd ist. Basiert auf SIP SUBSCRIBE/NOTIFY (RFC 4235). Erleichtert die Anrufvermittlung und Teamübersicht.
BYOD
Konzept, bei dem Mitarbeiter eigene Endgeräte (Smartphones, Laptops) für berufliche Zwecke nutzen. Erfordert ein Mobile Device Management (MDM) und klare Sicherheitsrichtlinien.
CASB
Sicherheitslösung zwischen Cloud-Nutzern und Cloud-Diensten, die Transparenz, Compliance, Datensicherheit und Bedrohungsschutz für SaaS-Anwendungen bietet. Erkennt Shadow-IT, erzwingt DLP-Richtlinien und verhindert unautorisierten Datenzugriff.
CDN
Netzwerk geografisch verteilter Server, das Inhalte (Webseiten, Videos, Software) von einem Knoten in Nutzernähe ausliefert und so Latenzen reduziert und die Verfügbarkeit erhöht.
CIA-Triade
Grundprinzip der Informationssicherheit mit drei Schutzzielen: Vertraulichkeit (nur Berechtigte haben Zugriff), Integrität (Daten sind korrekt und unverändert) und Verfügbarkeit (Systeme sind erreichbar). Basis jedes IT-Sicherheitskonzepts.
Codec
Algorithmus zur Komprimierung und Dekomprimierung von Audio- (und Video-)daten in VoIP-Systemen. Gängige Sprachcodecs: G.711 (unkomprimiert, PSTN-Qualität), G.722 (Wideband, HD-Voice), G.729 (komprimiert, geringer Bandbreitenbedarf), Opus (flexibel, für WebRTC).
Container
Leichtgewichtige Virtualisierungseinheit, die eine Anwendung zusammen mit allen Abhängigkeiten in einer isolierten Umgebung kapselt. Im Gegensatz zu VMs teilen Container denselben OS-Kernel. Verbreitetste Laufzeitumgebung: Docker; Orchestrierung: Kubernetes.
CTI
Technologie zur Verbindung von PBX und Computersoftware. Ermöglicht Click-to-Dial aus CRM/ERP, automatisches Öffnen von Kundendatensätzen bei eingehenden Anrufen (Screen-Pop), PC-basierte Anrufsteuerung und Gesprächsprotokollierung. Schnittstellen: TAPI, CSTA, REST-API.
DaaS
Cloud-Servicemodell, bei dem virtuelle Desktops aus einem Rechenzentrum bereitgestellt und per Browser oder Thin Client genutzt werden. Ähnlich VDI, jedoch vollständig vom Anbieter gehostet und verwaltet. Beispiel: Azure Virtual Desktop (AVD).
DDoS
Cyberangriff, bei dem ein Ziel (Website, Server) durch eine Flut von Anfragen aus vielen verteilten Quellen (Botnet) überlastet und damit unerreichbar gemacht wird. Schutz: Anti-DDoS-Dienste, Traffic-Scrubbing, Anycast-Routing.
DECT
Schnurlostelefonie-Standard, der in Europa und vielen weiteren Regionen eingesetzt wird. DECT-Telefone werden über DECT-Basisstationen mit der Telefonanlage (PBX) verbunden. Bietet verschlüsselte Übertragung und ist für den professionellen Einsatz in Unternehmen geeignet.
DevOps
Zusammenführung von Softwareentwicklung (Dev) und IT-Betrieb (Ops) mit dem Ziel, Softwarelieferung durch Automatisierung, Continuous Integration (CI) und Continuous Delivery (CD) zu beschleunigen. Fördert eine Kultur enger Zusammenarbeit zwischen Entwicklung und Betrieb.
DHCP
Netzwerkprotokoll, das IP-Adressen und weitere Konfigurationsparameter (Subnetzmaske, Gateway, DNS) automatisch an Netzwerkteilnehmer verteilt.
Dial Plan
Regelwerk einer Telefonanlage (PBX), das definiert, wie eingehende und ausgehende Rufnummern interpretiert und geroutet werden. Legt fest, welche Nummern intern, über SIP-Trunk oder PSTN geroutet werden.
DID
Direkte Durchwahl – eine öffentliche Rufnummer, die direkt zu einem internen Teilnehmer der PBX durchgestellt wird, ohne Vermittlung. Ermöglicht jedem Mitarbeiter eine eigene externe Rufnummer.
Disaster Recovery
Teilbereich des Business Continuity Plans (BCP), der sich auf die technische Wiederherstellung von IT-Systemen und Daten nach einem schwerwiegenden Ereignis konzentriert. Schlüsselkennzahlen: RPO (Recovery Point Objective) und RTO (Recovery Time Objective).
DMS
Softwaresystem zur digitalen Erfassung, Indexierung, Verwaltung, Archivierung und Recherche von Dokumenten. Ermöglicht revisionssichere Archivierung gemäß Compliance-Anforderungen (DSGVO, GoBD). Bekannte Systeme: DocuWare, ELO, d.3.
DMZ
Netzwerksegment, das zwischen dem internen (vertrauenswürdigen) Netzwerk und dem Internet liegt. Öffentlich erreichbare Dienste (Webserver, Mailserver) werden in der DMZ platziert, um das interne Netz zu schützen.
DNS
Hierarchisches Namenssystem des Internets, das Domainnamen (z. B. itworx-solutions.at) in IP-Adressen auflöst. Auch in SIP genutzt: DNS-SRV-Records erlauben die automatische Erkennung von SIP-Proxy-Servern.
DSCP
Wert im IP-Header (6 Bit), der die Priorität von Datenpaketen für Quality-of-Service (QoS)-Mechanismen kennzeichnet. VoIP-Daten (RTP) werden typischerweise mit EF (Expedited Forwarding, DSCP 46) markiert, um niedrige Latenz zu garantieren.
DSGVO
EU-Verordnung (2016/679) zum Schutz personenbezogener Daten, seit Mai 2018 gültig (englisch: GDPR). Verpflichtet Unternehmen zu Datenschutz-by-Design, Einwilligungsmanagement, Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten und Meldepflicht bei Datenschutzverletzungen. In Österreich ergänzt durch das DSG.
DTLS
Auf TLS basierendes Verschlüsselungsprotokoll für UDP-Verbindungen (RFC 6347). In WebRTC und modernen VoIP-Systemen als DTLS-SRTP eingesetzt: DTLS handelt den Schlüssel aus, SRTP verschlüsselt die Mediapakete.
DTMF
Mehrfrequenzwahlverfahren – Töne, die durch Drücken von Tasten auf einem Telefon erzeugt werden (Tonwahl). In VoIP-Systemen wird DTMF per In-Band-Audio, RFC 2833/4733 (RTP) oder SIP-INFO übertragen.
E.164
Internationaler ITU-T-Standard für Rufnummernformate. Rufnummern werden mit Ländervorwahl und ohne führende Null dargestellt, z. B. +43 5577 21707. In SIP-URIs wird E.164 häufig als tel:+43557721707 oder sip:+43557721707@provider.at codiert.
EDR
Sicherheitslösung, die Endgeräte (PCs, Server, Mobilgeräte) kontinuierlich überwacht, Bedrohungen in Echtzeit erkennt, automatisch reagiert und forensische Daten für die Analyse bereitstellt. Geht deutlich über klassischen Virenschutz hinaus.
ERP
Softwaresystem zur integrierten Planung und Steuerung aller wesentlichen Geschäftsprozesse eines Unternehmens (Finanzen, Einkauf, Produktion, Lagerhaltung, Personal). Bekannte Systeme: SAP, Microsoft Dynamics, BMD.
Failover
Automatischer Wechsel auf ein Backup-System oder einen Ersatzserver, wenn das primäre System ausfällt. Ziel ist die Aufrechterhaltung des Betriebs ohne oder mit minimaler Unterbrechung (Hochverfügbarkeit).
Firewall
Netzwerk-Sicherheitssystem, das den Datenverkehr anhand von Regeln filtert und unerwünschte Verbindungen blockiert. Next-Generation Firewalls (NGFW) erweitern dies um Deep Packet Inspection (DPI), IPS, SSL-Inspektion und Applikationserkennung.
Firmware
Fest in Hardware-Geräten eingebettete Software (z. B. BIOS/UEFI auf Mainboards, Firmware in Routern und Switches), die grundlegende Gerätefunktionen steuert. Regelmäßige Firmware-Updates schließen Sicherheitslücken und verbessern Stabilität.
FoIP
Übertragung von Faxnachrichten über IP-Netzwerke. Standard-Verfahren: T.38 für Echtzeit-Fax über SIP. Da VoIP-Komprimierung Fax-Töne verfälscht, ist T.38 oder eine dedizierte Fax-Lösung erforderlich. Alternativ: Store-and-Forward per E-Mail als PDF.
FXO
Analoger Anschlusstyp, der die Amtsseite (PSTN) emuliert. Ein FXO-Port an einem VoIP-Gateway empfängt Anrufe vom öffentlichen Telefonnetz und konvertiert sie in VoIP-Pakete. Gegenstück zu FXS.
FXS
Analoger Anschlusstyp, der die Teilnehmerseite emuliert: versorgt analoge Endgeräte (Telefon, Fax) mit Rufspannung und Wählton. Ein FXS-Port an einem ATA oder VoIP-Gateway verbindet analoge Geräte mit einer IP-Telefonanlage. Gegenstück zu FXO.
G.711
ITU-T-Sprachcodec mit unkomprimierter Übertragung bei 64 kBit/s. Varianten: G.711 µ-law (USA, Japan) und G.711 A-law (Europa). Bietet PSTN-Sprachqualität und wird als Baseline-Codec in fast allen VoIP-Systemen unterstützt.
G.722
Wideband-Sprachcodec (HD Voice) mit 16 kHz Abtastrate und 48/56/64 kBit/s. Deutlich bessere Sprachqualität als G.711, da höhere Frequenzanteile der Stimme übertragen werden. Voraussetzung: HD-Voice-fähige Endgeräte und Netzkomponenten.
G.729
Komprimierter Sprachcodec mit 8 kBit/s (A-Variante: G.729a). Sehr geringer Bandbreitenbedarf, ideal für schmalbandige WAN-Verbindungen. Leichte Qualitätseinbußen gegenüber G.711; lizenzpflichtig (in vielen PBX-Systemen inklusive).
H.323
ITU-T-Standard für Multimedia-Kommunikation (Audio, Video, Daten) über IP-Netze, entwickelt in den 1990er-Jahren. In Unternehmen weitgehend durch SIP abgelöst, jedoch in Videokonferenzsystemen älterer Generation (Cisco, Polycom) noch anzutreffen.
Honeypot
Absichtlich als Köder exponiertes System oder Dienst, das Angreifer anlockt und deren Methoden, Werkzeuge und Angriffspfade dokumentiert. Dient der Frühwarnung und Analyse von Angriffstechniken, ohne Produktivsysteme zu gefährden.
Hosted PBX
Telefonanlage (PBX), die nicht vor Ort betrieben, sondern in einem Rechenzentrum oder der Cloud gehostet wird. Der Anbieter übernimmt Betrieb, Updates und Ausfallsicherheit; der Kunde nutzt IP-Telefone oder Softphones. Auch als Cloud-PBX oder UCaaS bekannt.
Hypervisor
Software- oder Hardware-Schicht, die mehrere virtuelle Maschinen (VMs) auf einem physischen Host-System betreibt. Typ 1 (Bare-Metal): VMware ESXi, Microsoft Hyper-V, Proxmox. Typ 2 (Hosted): VMware Workstation, VirtualBox.
IaaS
Cloud-Servicemodell, bei dem virtualisierte Rechenressourcen (Server, Storage, Netzwerk) als skalierbare Dienste bereitgestellt werden. Beispiele: Microsoft Azure VMs, AWS EC2. Gegensatz: PaaS (Platform) und SaaS (Software).
IAM
Rahmenwerk und Softwarelösungen zur Verwaltung digitaler Identitäten und Zugriffsrechte. Stellt sicher, dass jeder Nutzer nur auf die Ressourcen zugreifen kann, die er benötigt (Least Privilege). Umfasst Authentifizierung, Autorisierung, SSO und Provisionierung.
IoT
Vernetzung physischer Geräte (Sensoren, Maschinen, Hausgeräte, Industrieanlagen) mit dem Internet zur automatischen Datenerfassung und Steuerung. IoT-Geräte haben oft schwache Sicherheitsfunktionen – Netzwerksegmentierung per VLAN wird empfohlen.
IPS
Sicherheitssystem, das den Netzwerkverkehr in Echtzeit analysiert und bekannte Angriffsmuster aktiv blockiert (im Unterschied zum IDS, das nur erkennt und meldet). Typischerweise in NGFW-Firewalls integriert.
ISDN
Digitales Telefonnetz über Kupferleitungen, das Sprache und Daten über dieselbe Infrastruktur überträgt. Varianten: BRI (Basisanschluss, 2 Kanäle) und PRI (Primärmultiplexanschluss, 30 Kanäle). In Europa weitgehend durch All-IP/SIP-Trunks abgelöst.
ITSM
Gesamtheit der Prozesse zur Planung, Bereitstellung und kontinuierlichen Verbesserung von IT-Diensten. Basis ist häufig das ITIL-Framework. Kernprozesse: Incident Management, Problem Management, Change Management und Service Request Management.
IVR
Automatisches Sprachmenüsystem, das Anrufer per vordefinierten Ansagen und DTMF-Eingaben durch Optionen leitet (z. B. „Drücken Sie 1 für den Support"). Reduziert das Anrufaufkommen beim manuellen Vermittlungsplatz und leitet Anrufer automatisch weiter.
Jitter
Schwankung in der Ankunftszeit von Datenpaketen in einem IP-Netzwerk. In VoIP führt hoher Jitter zu ungleichmäßiger Sprachwiedergabe und Verzerrungen. Jitter-Buffer auf den Endgeräten puffern Pakete, um gleichmäßige Wiedergabe zu ermöglichen.
Latency
Zeitverzögerung bei der Übertragung von Datenpaketen von Sender zu Empfänger (One-Way-Delay). Für VoIP empfiehlt die ITU-T G.114 einen maximalen One-Way-Delay von 150 ms. Über 400 ms wird ein Gespräch als schwierig empfunden.
LDAP
Protokoll für den Zugriff auf und die Verwaltung von Verzeichnisdiensten (z. B. Active Directory). Weit verbreitet für Authentifizierung und Benutzersuche in Unternehmensanwendungen und SIP-Telefonanlagen.
Load Balancer
Hard- oder Softwarekomponente, die eingehende Netzwerkanfragen gleichmäßig auf mehrere Server verteilt und so Verfügbarkeit und Skalierbarkeit verbessert. Gängige Algorithmen: Round Robin, Least Connections, IP Hash. Einsatz vor Webservern, Applikations- und API-Servern.
MDM
Softwarelösung zur zentralen Verwaltung, Konfiguration und Absicherung von Mobilgeräten (Smartphones, Tablets, Laptops). Ermöglicht Remote-Wipe, App-Deployment, Zertifikatsverwaltung und Compliance-Überprüfung. Bekannte Systeme: Microsoft Intune, Jamf.
MDR
Ausgelagerter Sicherheitsdienst, der Bedrohungserkennung, -analyse und -reaktion durch ein externes SOC-Team bietet. Kombination aus EDR-Technologie, SIEM-Auswertung und menschlicher Analyse durch Security-Experten – 24/7-Schutz ohne eigenes SOC.
MFA
Authentifizierungsverfahren, das mindestens zwei unabhängige Faktoren kombiniert: Wissen (Passwort), Besitz (Token, Smartphone) und Inhärenz (Biometrie). Erhöht die Sicherheit von Benutzerkonten erheblich, auch bei kompromittierten Passwörtern.
MOS
Standardisierte Kennzahl (ITU-T P.800) zur Bewertung der wahrgenommenen Sprachqualität in Telefonverbindungen, Skala 1–5. Ein MOS ≥ 4,0 gilt als sehr gut (vergleichbar PSTN), ≥ 3,5 als akzeptabel für VoIP-Gespräche.
MSP
IT-Dienstleister, der den proaktiven Betrieb und die Verwaltung der IT-Infrastruktur eines Kunden übernimmt – typischerweise auf Basis eines Service Level Agreements (SLA). Leistungen umfassen Monitoring, Helpdesk, Patch-Management und Backup.
MSSP
MSP mit Schwerpunkt auf IT-Security-Diensten: Firewall-Management, EDR, SIEM, SOC-Monitoring, Incident Response und Vulnerability Management. Bietet 24/7-Sicherheitsüberwachung ohne eigenen internen SOC.
NAS
Netzwerkspeicherlösung, die Dateifreigaben (SMB/CIFS, NFS) für Netzwerkteilnehmer bereitstellt. Im Gegensatz zu einem SAN (Block-Level) arbeitet NAS auf Dateiebene. Hersteller: Synology, QNAP, NetApp.
NAT
Verfahren, bei dem private IP-Adressen (RFC 1918) in öffentliche IP-Adressen übersetzt werden. In VoIP-Umgebungen kann NAT Probleme verursachen (NAT Traversal), da SIP-Pakete die private IP im SDP-Body einbetten.
NAT Traversal
Techniken zur Überwindung von NAT-Barrieren in SIP/RTP-Verbindungen. Methoden: STUN (erkennt externe IP/Port), TURN (Relay-Server), ICE (kombiniert beide), SBC (Session Border Controller). Essenziell für SIP-Trunks über das Internet.
NDR
Sicherheitslösung, die den Netzwerkverkehr kontinuierlich analysiert und verdächtige Aktivitäten (Lateral Movement, Datenexfiltration, C2-Kommunikation) erkennt. Ergänzt EDR um netzwerkbasierte Sichtbarkeit – besonders für nicht-verwaltete Geräte und IoT.
NGN
IP-basierte Netzwerkarchitektur, die klassische leitungsvermittelte Telefonnetze (PSTN, ISDN) ersetzt. In NGNs werden alle Dienste (Sprache, Daten, Video) über dasselbe IP-Netz übertragen. Treiber: All-IP-Migration der Telefongesellschaften in Europa und Österreich.
Opus
Offener, lizenzfreier Audio-Codec (RFC 6716), entwickelt von der IETF/Xiph.Org. Unterstützt Bitraten von 6–510 kBit/s, variable Abtastraten (8–48 kHz) und eignet sich hervorragend für WebRTC und moderne UCaaS-Lösungen.
PaaS
Cloud-Servicemodell, das eine Entwicklungsplattform (Laufzeitumgebung, Datenbank, Middleware) bereitstellt, ohne dass der Nutzer die zugrundeliegende Infrastruktur verwalten muss. Beispiele: Azure App Service, Google App Engine, Heroku.
Patch Management
Systematischer Prozess zur Verteilung und Anwendung von Software-Updates (Patches) auf Betriebssystemen und Applikationen. Ziel: Schließen von Sicherheitslücken und Beheben von Fehlern. Typischerweise mit Remote-Management-Tools automatisiert.
PBX
Nebenstellenanlage – Telefonanlage in einem Unternehmen, die interne Gespräche vermittelt und externe Leitungen (PSTN, SIP-Trunk) verwaltet. Moderne IP-PBX-Systeme (z. B. Starface) basieren vollständig auf SIP/VoIP.
Penetrationstest
Autorisierter Sicherheitstest, bei dem IT-Experten ein System, Netzwerk oder eine Anwendung gezielt auf Schwachstellen prüfen – analog zum Vorgehen eines echten Angreifers. Varianten: Black Box (ohne Vorinformationen), White Box (mit vollständiger Dokumentation), Grey Box.
Phishing
Form des Social Engineerings, bei der Angreifer per E-Mail, SMS (Smishing) oder Telefon (Vishing) vorgeben, eine vertrauenswürdige Stelle zu sein, um Zugangsdaten, Zahlungsinformationen oder andere sensible Daten zu ergaunern. Gegenmaßnahme: Security-Awareness-Training und MFA.
PKI
System zur Erstellung, Verwaltung, Verteilung und zum Widerruf digitaler Zertifikate und Schlüsselpaare (asymmetrische Kryptographie, RSA/ECC). Ermöglicht verschlüsselte Kommunikation (TLS/HTTPS), digitale Signaturen und Authentifizierung.
PRI
ISDN-Primärmultiplexanschluss für Unternehmen mit bis zu 30 Nutzkanälen (B-Kanäle) und einem Steuerkanal (D-Kanal) – in Europa E1, in Nordamerika T1 (23 B-Kanäle). Wird zunehmend durch SIP-Trunks ersetzt.
PSTN
Öffentliches Fernsprechnetz – das klassische, leitungsvermittelte Telefonnetz (Kupferkabel, ISDN). Wird zunehmend durch VoIP/SIP-basierte NGN-Netze (Next Generation Networks) abgelöst. In Österreich: Abschalten der analogen Anschlüsse läuft.
QoS
Mechanismen zur Priorisierung von Netzwerkdatenverkehr, um für zeitkritische Anwendungen wie VoIP garantierte Bandbreite, niedrige Latenz und geringen Jitter sicherzustellen. Implementiert über VLAN-Markierungen (802.1p) und DSCP-Werte im IP-Header.
RAID
Technologie zur Kombination mehrerer Festplatten für erhöhte Ausfallsicherheit und/oder Performance. Gängige Level: RAID 1 (Spiegelung), RAID 5 (Parität, 1 Platte Toleranz), RAID 6 (2 Platten Toleranz), RAID 10 (Spiegelung + Striping). Kein Ersatz für Backup!
Ransomware
Schadprogramm, das Dateien auf infizierten Systemen verschlüsselt und ein Lösegeld (meist Kryptowährung) für die Entschlüsselung fordert. Häufige Verbreitungswege: Phishing-E-Mails, kompromittierte RDP-Zugänge. Schutz: regelmäßige Backups (3-2-1), EDR und Zero Trust.
RDP
Von Microsoft entwickeltes Protokoll für die Fernsteuerung von Windows-Systemen. Überträgt die Bildschirmausgabe und Benutzereingaben verschlüsselt über TCP Port 3389. Sollte nie direkt aus dem Internet erreichbar sein (VPN vorschalten).
RFC 3261
Der grundlegende IETF-Standard, der das Session Initiation Protocol (SIP) definiert. Beschreibt Nachrichtenformat, Methoden (INVITE, BYE, REGISTER, OPTIONS…), Dialoge, Transaktionen und die Architektur der SIP-Komponenten.
RMM
Software-Plattform für MSPs zur zentralen Überwachung, Verwaltung und Fernwartung von Endgeräten und Servern. Ermöglicht automatisches Patching, Alerting, Remote-Zugriff und Inventarisierung. ITworx setzt auf professionelle Remote-Management-Lösungen.
RPO
Maximaler Datenverlust, der im Katastrophenfall toleriert werden kann, ausgedrückt in Zeit. Ein RPO von 4 Stunden bedeutet, dass Daten aus bis zu 4 Stunden vor dem Ausfall verloren gehen dürfen.
RTO
Maximale tolerierbare Ausfallzeit, bis ein System nach einem Ausfall wiederhergestellt sein muss. Ein RTO von 2 Stunden bedeutet, dass der Betrieb innerhalb von 2 Stunden nach einem Ausfall wieder laufen muss.
RTP
Netzwerkprotokoll (RFC 3550) zur Übertragung von Echtzeitmedien (Audio, Video) in VoIP-Systemen. Läuft über UDP und enthält Sequenznummern und Zeitstempel zur Jitter-Kompensation. Die Medienparameter werden per SDP ausgehandelt.
Rufnummernportierung
Übertragung einer bestehenden Rufnummer von einem Anbieter zu einem anderen, ohne die Nummer zu ändern (Local Number Portability). In Österreich gesetzlich geregelt (TKG 2021). Gilt für Festnetz- und Mobilrufnummern; typische Portierungsdauer: 5–10 Werktage.
SaaS
Cloud-Servicemodell, bei dem Anwendungen als Dienst über das Internet bereitgestellt werden, ohne lokale Installation. Beispiele: Microsoft 365, Salesforce, Slack. Abrechnung meist per Nutzer/Monat.
SAN
Hochleistungs-Blockspeichernetzwerk, das Servern rohe Speicherblöcke (wie lokale Festplatten) zur Verfügung stellt. Im Gegensatz zu NAS (Dateiebene) arbeitet SAN auf Block-Ebene. Protokolle: Fibre Channel, iSCSI.
SASE
Cloud-natives Architekturmodell (Gartner, 2019), das Netzwerk- (SD-WAN) und Security-Funktionen (CASB, SWG, ZTNA, FWaaS) in einem einzigen cloudbasierten Dienst vereint. Bietet standortunabhängigen, identitätsbasierten Zugriff auf Unternehmensressourcen.
SBC
Netzwerkelement an der Grenze zwischen SIP-Netzwerken, das NAT-Traversal, Sicherheit (SIP-Firewall, SRTP), Protokoll-Normalisierung und Interoperabilität zwischen verschiedenen SIP-Stacks sicherstellt. Essentiell bei SIP-Trunk-Anbindungen.
SD-WAN
Technologie zur softwaregesteuerten Verwaltung von WAN-Verbindungen. Ermöglicht intelligentes Traffic-Routing über mehrere Leitungen (MPLS, Internet, LTE), Kosteneinsparungen und zentrale Verwaltung. Bietet oft integrierte SD-WAN-Sicherheitsfunktionen.
SDP
Protokoll (RFC 4566), das im Body von SIP-Nachrichten eingebettet ist und die Medienparameter einer VoIP-Sitzung beschreibt: Codec-Liste, IP-Adresse und UDP-Port für RTP, Übertragungsrichtung (sendrecv, sendonly, recvonly).
SIEM
Plattform, die sicherheitsrelevante Log-Daten aus verschiedenen Quellen (Firewall, Server, Endpoints) zentralisiert, korreliert und in Echtzeit auswertet. Ermöglicht frühzeitige Erkennung von Angriffen und erfüllt Compliance-Anforderungen.
SIP
Von der IETF standardisiertes Signalisierungsprotokoll (RFC 3261) für den Auf- und Abbau von Multimediasitzungen über IP-Netze. SIP ist textbasiert (ähnlich HTTP) und wird für VoIP, Video-Conferencing und Instant Messaging verwendet. Mediadaten werden separat per RTP übertragen.
SIP Forking
Mechanismus, bei dem ein eingehender SIP-Ruf gleichzeitig an mehrere Endgeräte weitergeleitet wird, die unter derselben SIP-URI registriert sind (z. B. IP-Telefon und Softphone). Parallel Forking: alle Geräte klingeln gleichzeitig; Sequential Forking: der Reihe nach.
SIP URI
Einheitliche Ressourcenkennung für SIP-Adressen, ähnlich einer E-Mail-Adresse: sip:user@domain.com oder sip:+43557721707@provider.at. Wird in SIP-Nachrichten zur Adressierung von Teilnehmern, Servern und Diensten verwendet.
SIP-Trunk
Virtuelle Telefonleitung, die eine Telefonanlage (PBX) über IP mit einem SIP-Provider (ITSP) verbindet und den Anschluss an das öffentliche Telefonnetz (PSTN) ermöglicht. Ersetzt klassische ISDN-Primärmultiplexanschlüsse (PRI). ITworx nutzt IPAustria als SIP-Provider.
SLA
Vertragliche Vereinbarung zwischen IT-Dienstleister und Kunden, die Qualitätsmerkmale definiert: Reaktionszeiten (Response Time), Lösungszeiten (Resolution Time), Verfügbarkeit (z. B. 99,9 %), Supportzeiten und eventuelle Konventionalstrafen. Basis des ITSM-Incident-Managements.
SMTP
Protokoll für die Übermittlung von E-Mails zwischen Mailservern und von Clients an Mailserver (Port 25, 465/587 mit TLS). Zusammen mit IMAP (Empfang/Synchronisation) und POP3 (Empfang, lokaler Download) das Rückgrat der E-Mail-Kommunikation.
SNMP
Protokoll zur Überwachung und Verwaltung von Netzwerkgeräten (Router, Switches, Server, Drucker). SNMP-Agenten auf den Geräten liefern Statusinformationen (MIB-Werte) an eine zentrale Monitoring-Software. Version 3 bietet Authentifizierung und Verschlüsselung.
SOAR
Plattform, die Sicherheits-Tools (SIEM, EDR, Firewall, Ticketing) orchestriert und Incident-Response-Abläufe automatisiert. Playbooks definieren standardisierte Reaktionen auf Bedrohungen – reduziert Reaktionszeiten (MTTR) und entlastet SOC-Analysten.
SOC
Einheit oder Dienstleistung, die kontinuierlich (24/7) Sicherheitsereignisse überwacht, analysiert und auf Incidents reagiert. Als externer Dienst (Managed SOC) bietet ein MSSP SOC-Funktionalität ohne eigene Personalressourcen.
Social Engineering
Psychologische Manipulationstechnik, bei der Angreifer menschliche Faktoren (Vertrauen, Hilfsbereitschaft, Zeitdruck) ausnutzen, um an vertrauliche Informationen zu gelangen oder Handlungen auszulösen. Bekannteste Form: Phishing. Gegenmaßnahme: Security-Awareness-Schulungen.
Softphone
Softwareapplikation auf PC, Smartphone oder Tablet, die die Funktion eines physischen IP-Telefons übernimmt. Nutzt SIP für die Signalisierung und RTP für die Mediadaten. Ermöglicht vollständige Telefoniefunktionalität von überall mit Internetzugang.
SRTP
Verschlüsselte Variante von RTP (RFC 3711) für die gesicherte Übertragung von Mediendaten (Audio/Video) in VoIP-Systemen. Verwendet AES-Verschlüsselung. Schlüsselaustausch erfolgt über SDES (in SDP) oder DTLS-SRTP (bei WebRTC).
SSO
Authentifizierungsmethode, bei der sich ein Benutzer einmalig anmeldet und dann auf mehrere Anwendungen und Dienste zugreifen kann, ohne sich erneut einloggen zu müssen. Oft in Kombination mit einem Identity Provider (IdP) wie Microsoft Entra ID oder Okta implementiert.
STUN
Protokoll (RFC 8489), das VoIP-Endgeräten hinter NAT ermöglicht, ihre öffentliche IP-Adresse und den vom NAT-Router zugewiesenen UDP-Port zu ermitteln. Ergebnis wird in SDP-Paketen eingetragen, damit der Gegenüber die Mediapakete (RTP) direkt senden kann.
T.38
ITU-T-Protokoll für die Echtzeit-Faxübertragung über IP-Netzwerke. Wandelt Faxsignale in IP-Pakete um und kompensiert Paketverluste durch Redundanz. Notwendig, da Standard-VoIP-Codecs (G.711) Faxmodem-Töne verfälschen.
TAPI
Windows-Programmierschnittstelle für die Integration von Telefoniefunktionen in Anwendungen (Click-to-Dial, Anrufsteuerung, Gesprächsprotokollierung). Basis vieler CTI-Integrationen mit CRM-Systemen wie Salesforce oder Microsoft Dynamics.
TLS
Kryptographisches Protokoll zur verschlüsselten Datenübertragung über Netzwerke. Nachfolger von SSL. In SIP wird TLS auf dem TCP/UDP-Transport genutzt (SIPS-URI: sips:user@domain.com) um SIP-Signalisierung zu verschlüsseln, SRTP schützt die Mediapakete.
TURN
Erweiterung von STUN (RFC 8656), bei der ein TURN-Server als Relay für Mediapakete fungiert, wenn direkte Peer-to-Peer-Verbindungen (z. B. durch symmetrisches NAT oder Firewalls) nicht möglich sind. Garantiert Konnektivität, erhöht aber Latenz und Bandbreitenbedarf.
UCC
Integration verschiedener Kommunikationsdienste (Telefonie, Video, Chat, E-Mail, Präsenzstatus, Fax) in einer einheitlichen Plattform. Beispiele: Microsoft Teams (Phone System), Starface UCC, Cisco Webex. Ziel: Vereinfachung der Kommunikation und Steigerung der Produktivität.
UPS
Unterbrechungsfreie Stromversorgung – schützt IT-Systeme vor Stromausfällen, Spannungsschwankungen und Überspannungen. Ermöglicht kontrolliertes Herunterfahren von Servern oder Überbrückung bis zum Einsetzen eines Generators.
UTM
Sicherheitsplattform, die mehrere Schutzmechanismen in einem Gerät vereint: Firewall, IPS, Antivirus, Web-Filter, VPN und Application Control. Wird zunehmend von NGFW (Next-Generation Firewall) abgelöst.
VDI
Technologie, bei der Desktop-Betriebssysteme als virtuelle Maschinen auf zentralen Servern betrieben werden und Benutzer per Thin Client oder Browser darauf zugreifen. Vorteile: zentrale Verwaltung, höhere Sicherheit, BYOD-Kompatibilität.
VLAN
Logische Segmentierung eines physischen Netzwerks in mehrere isolierte Teilnetze (IEEE 802.1Q). Ermöglicht Trennung von z. B. Bürodaten, VoIP, Gäste-WLAN und Management-Traffic ohne separate physische Infrastruktur.
VM
Softwareemulation eines physischen Computers, die auf einem Hypervisor läuft. Mehrere VMs teilen sich die Ressourcen eines physischen Hosts (CPU, RAM, Storage). Ermöglicht höhere Ressourcennutzung, schnelle Bereitstellung und einfaches Backup via Snapshots.
VoIP
Oberbegriff für Sprachkommunikation über IP-Netzwerke. VoIP-Systeme digitalisieren Sprachdaten, komprimieren sie mit einem Codec und übertragen sie als IP-Pakete. SIP ist das am weitesten verbreitete Signalisierungsprotokoll für VoIP.
VPN
Verschlüsselter Tunnel über ein öffentliches Netzwerk (Internet), der sichere Kommunikation ermöglicht – als würden sich die Teilnehmer im selben privaten Netz befinden. Technologien: IPsec, OpenVPN, WireGuard, SSL-VPN.
WAF
Sicherheitslösung, die HTTP/HTTPS-Datenverkehr zu Webanwendungen überwacht und filtert. Schützt vor OWASP-Top-10-Angriffen wie SQL-Injection, Cross-Site-Scripting (XSS) und anderen webspezifischen Bedrohungen.
WebRTC
Offener Standard (W3C/IETF) für Echtzeit-Audio-, Video- und Datenkommunikation direkt im Browser, ohne Plugins. Verwendet ICE/STUN/TURN für NAT-Traversal, DTLS-SRTP für Mediaverschlüsselung und den Opus-Codec. Basis moderner browserbasierter Softphones.
WLAN
Drahtloses lokales Netzwerk nach IEEE-802.11-Standard. Aktuelle Standards: Wi-Fi 5 (802.11ac), Wi-Fi 6 (802.11ax), Wi-Fi 6E (6-GHz-Band). Für Unternehmen empfohlen: WPA3-Verschlüsselung, getrennte SSIDs für Mitarbeiter, Gäste und IoT sowie zentrale Controller-Verwaltung.
XDR
Weiterentwicklung von EDR, die Telemetriedaten aus mehreren Quellen (Endpoints, Netzwerk, E-Mail, Cloud, Identity) korreliert und in einer einzigen Plattform zusammenführt. Ermöglicht ganzheitliche Bedrohungserkennung über Silos hinweg und automatisierte Response.
Zero Trust
Sicherheitsmodell, das kein implizites Vertrauen in Netzwerkteilnehmer voraussetzt – weder intern noch extern. Jede Ressourcen-Anfrage wird explizit authentifiziert und autorisiert (Prinzip: „Niemals vertrauen, immer verifizieren"). Basiert auf MFA, Mikrosegmentierung und Least-Privilege-Zugriff.
Zero-Day-Exploit
Angriff, der eine Sicherheitslücke ausnutzt, die dem Hersteller noch unbekannt und daher ungepatch ist. Die Zeitspanne zwischen Entdeckung und verfügbarem Patch heißt Zero-Day-Fenster. Besonders gefährlich, da keine signaturbasierte Erkennung greift.
ZTNA
Zugangsmodell, das den klassischen VPN-Ansatz ersetzt: Statt Netzwerk-Zugang gewährt ZTNA nur Zugriff auf einzelne Applikationen – basierend auf Identität, Gerätezustand und Kontext. Umsetzung des Zero-Trust-Prinzips auf Netzwerkebene. Kernkomponente von SASE.
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